Mohawks verlieren bei den Indians

Das dritte Spiel der noch jungen Bundesliga West-Saison bestritten die Mohawks bei den Cologne Indians. Anhaltende Personalprobleme, die durch den Kreuzbandriss von Vitali Gretschko am vergangenen Wochenende, den bereits dritten in Reihen der Mohawks, weiter verschärft wurden, bescherten ihnen schon das zweite Spiel in Folge, in dem keine Auswechselspieler zur Verfügung standen.

Aufgrund des Ausfalles von Stammkeeper Christian Tödtmann, sprang Torwart-Legende Oguz Önal (der einzige Münsteraner Keeper, der je ein zu-Null-Spiel absolviert hat) ein. In der Defense kamen der erfahrene Dirk Lahl, Johannes Fülster und Florian Niemeier zum Einsatz. Das Mittelfeld bildeten Manuel Heiming, Andreas Winkler und Bodo Gribnitz, und in der Attack spielten Kapitän Maik Hundt und die angeschlagenen David Deilmann und Felix Bache.

Zu Beginn des Spieles, das von den Schiedsrichtern aus Aachen, die gleich in der Anfangsphase schon im Mittelpunkt stehen sollten, geleitet wurde, begannen die Mohawks stark, konnten sich einige Minuten in der Kölner Spielhälfte festsetzen und übten Druck auf des Gegners Tor aus. Ein Schuss von Felix Bache, an dem der Kölner Keeper zwar dran war, aber nicht unter Kontrolle bringen konnte,von rechts in die rechte untere Ecke überquerte offensichtlich die Torlinie – wenn auch zwar knapp. Jeder hatte es gesehen, nur leider keiner der vier anwesenden Schiedsrichter. So wurde dieser furiose Auftakt unglücklich gebremst.
Die dadurch entstandene Verunsicherung nutzten die Kölner im Gegenzug zum Führungstreffer ihrerseits. Dies warf die Münsteraner sichtlich aus der Bahn, zwei weitere Gegentore folgten, ehe sie sich von diesem Spielverlauf einigermaßen erholten und ihrerseits das Spiel nach vorne verlagerm konnten. Andreas Winkler war es vergönnt auf 1-3 zu verkürzen. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.

Das zweite Viertel lief dann weniger glücklich. Ohne Auswechselspieler und auch wegen einiger Man-Down-Situationen ließ durch die Anstrengung merkbar die Konzentration nach, wodurch einige Pässe nicht ihr Ziel fanden, und die unnötigen Ballverluste weiter an den Kräften zehrten. Trotz vorbildlichem kämpferischen Einsatz der Mohawks konntend die Indians das Ergebnis auf 9-1 bis zur Halbzeit, 14-1 nach drei Vierteln und 18-1 bis kurz vor dem Ende in die Höhe schrauben. Die einzigen Verschnaufpausen bekamen die Mohawks , indem sie untereinander ihre Positionen tauschten. Und auch, wenn das Ergebnis letzten Endes deutlich ausfiel, konnten die Mohawks das Feld erhobenen Hauptes verlassen. Der Einsatz hat mehr als gestimmt und zudem konnten sie den Schlusspunkt des Spieles setzen. Im letzten Viertel war die Uhr bereits auf dem Feld, die Münsteraner in der Defense, als sie erfolgreich in Ballbesitz kamen. Dirk Lahl spielte einen langen Pass in die gegnerische Hälfte auf Maik Hundt, der sich erfolgreich durch- und mit seinem nunmehr 10. Saisontor den Schlusspunkt setzte.

Nach dem Spiel gönnten sich die Mohawks ein wohlverdienntesWeizen, bevor sie sich auf den Heimweg machten.

Das nächste Spiel findet am kommenden Samstag in Düsseldorf statt.