Mohawks Herren schlagen sich wacker

Bei strahlend blauem Himmel und angenehmen 27 Grad empfing heute am 14.04.2007 das Herren-Team der Mohawks den Bundesliga West-Titelverteidiger aus Frankfurt. Gegen diesen erwartungsgemäß starken Gegner konnte das Ziel nur ein besseres Ergebnis als im Hinspiel sein, welches man beim Eröffnungsturnier in Düsseldorf noch mit 1:24 verloren hatte. Außerdem wollte man eine geordnetere Leistung als im Spiel gegen Köln vor knapp zwei Wochen zeigen, wo sich doch einige Unsicherheiten und Missverständnisse offenbart hatten. So viel sei an dieser Stelle schon verraten: das intensive Training der letzten zwei Wochen sollte sich bezahlt machen.

Die Starting-Ten wurde gebildet von Oguz Önal, dem legendären Goalie der Mohawks , Dirk Lahl, der die Defense um Florian „Wolle“ Niemeier und Benjamin Müller organisierte, Felix Bache, Christoph Heidbreder und Bodo Gribnitz als Mittelfeldspieler, und Stephan Schierenbeck, David Deilmann und Kapitän Maik Hundt in vorderster Front. Sebastian Kessler, Gerrit „G“ Dopheide und Rasmus Heller komplettierten den Kader der Mohawks, der wieder einmal mit nur 13 Spielern recht dünn besetzt war.

Zu Beginn des Spieles konnte Felix Bache den Ball beim Face-Off behaupten, Münster setzte sich in der Frankfurter Hälfte fest, konnte aber nicht genügend Druck auf das Frankfurter Tor erzeugen, und ein Fehlpass leitete einen Frankfurter Konter ein, die gleich ihre erste Torchance nach 2,5 Minuten zur frühen Führung nutzen konnten. Doch wer jetzt ein Debakel für die Münsteraner befürchtete, wurde durch die passende Antwort eines besseren belehrt: Nach einem Save des Frankfurter Goalie setzte Stephan Schierenbeck, der einen glänzenden Tag erwischte, den herausgekommenen Goalie unter Druck, so dass er den Ball verlor, Stephan sich den Ball schnappte und sicher ins freie Tor verwandelte. Die Frankfurter, durch den Gegenschlag gewarnt, erhöhten den Druck ihrerseits und konnten in der 7. und 8. Spielminute zwei Unachtsamkeiten in der Mohawks Defense zur erneuten Führung nutzen und diese ausbauen. Spielertrainer Maik Hundt reagierte und nahm eine Auszeit, in der er das Team ein wenig besser einstellte. So dass die Frankfurter erst in der 15. und 18. Spielminute auf 1:5 erhöhen konnten, was auch der Spielstand nach dem ersten Quarter war.

In dem Spiel hatten die Frankfurter zwar mehr Spielanteile, aber im Gegensatz zum Spiel gegen Köln konnten die Münsteraner im Angriff durchaus gefallen: sie hielten den Ball in den eigenen Reihen, es war wesentlich mehr Bewegung zu sehen als zuletzt, so dass man zu einigen Tormöglichkeiten kam. Und auch die Defense zeigte sich verbessert, ließ weniger Tormöglichkeiten zu, half sich besser bei der Übernahme von Gegenspielern und spielte bessere Clears. Zudem war wieder einmal auf Oguz Önal verlass, der einige Klasseparaden zeigte. Auf der Gegenseite konnten die Mohaws die Frankfurter immer wieder mal unter Druck setzen, zwangen sie zu Ballverlusten.

Im zweiten Quarter konnte man sehr überzeugen, die beiden Frankfurter Tore konnten jeweils mit einem Tor durch den überragenden Stephan Schierenbeck beantwortet werden, der sich zweimal sehr schön alleine durchsetzen konnte und zum erfolgreichen Abschluss kam. Somit stand es zur Pause gerade mal 3:7 aus Sicht der Mohawks, was ein ziemlich gutes Ergebnis darstellte. Doch ihrem leidenschaftlichen und unbedingten Einsatz mussten die Mohawks Tribut zollen. Die wenigen Auswechselmöglichkeiten machten sich bei dem warmen Wetter bemerkbar, in der Folge ließ die Konzentration nach, so dass die Frankfurter zu immer mehr Tormöglichkeiten kamen und bis auf 12:3 erhöhen konnten. Erneut bat Maik Hundt zur Besprechung, stellte sein Team nochmals neu ein, und es zeigte Wirkung. Die Münsteraner konnten durch ihren Spielertrainer mit einer schönen Einzelaktion auf 4:12 kurz vor Ende des Quarters verkürzen.

Ein gutes Ergebnis war machbar und zum Greifen nahe. Bis zum Ende wollte man nochmal alles geben. Positiv bemerkbar machten sich auch die im Vergleich zum letzten Spiel wenigen Strafzeiten, die man kassierte, so dass es zu sehr weniger Man-Dow-Situationen kam. Den Auftakt im letzten Viertel machten die Frankfurter, doch im Gegenzug konnte Felix Bache mit einem mächtigen Schuss erneut verkürzen. Zuvor hatte Maik Hundt den Face-Off gewonnen und war auf unwiderstehliche Weise an seinem Gegenspieler vorbeigezogen, zog Felix' Gegenspieler auf sich und passte punktgenau. Am Ende des Spieles, in dem die Kräfte langsam schwanden, stand ein 5:16.

 

Ein schönes Spiel, traumhaftes Wetter und viel Spaß auf Münsteraner Seite. Weiter intensives Training steht nun bevor, so dass man dem zweiten Saisonsieg ein Stück näher kommt. Vielleicht ja schon beim nächsten Spiel. Das findet in 14 Tagen, am 28.04.2007, in Münster am Horstmarer Landweg statt. Die Mohawks freuen sich auf alle Interessierten und Fans bei hoffentlich genauso gutem Wetter.