Damen: Moverines können die Paderborn Hornets in einem knappen Spiel besiegen

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Bevor diese Saison die Spielgemeinschaft der Wolverines des TSC Eintracht Dortmund mit den Nachwuchsspielerinnen der Mohawks gegründet wurde, spielten die Paderbornerinnen zwei Saisons mit den Dortmunderinnen zusammen. Ehemals standen die Hornets und die Wolverines also in den gleichen Trikots auf dem Feld, seit letztem Sommer sind sie in der Liga aber Gegnerinnen. Freundschaft hin oder her – nachdem die Begegnung Dortmund/Münster B gegen Paderborn in der Hinrunde im Januar noch mit einem 9:9 ausging, wollten beide Teams am 13.03. natürlich den Sieg feiern.

Erfreulich war, dass unsere Gastgeber, die diese Saison erstmals ein eigenständiges Team in der Liga stellen, einen vollen Kader auf dem Feld und an der Seitenlinie bereitstellen konnten. Doch auch die Moverines reisten mit einer großen und hoch motivierten Mannschaft an. Direkt zu Beginn des Spiels zeigte sich, dass die Moverines aus den Erfahrungen des letzten Spiels gelernt hatten. Mit einem ähnlichen Kader wie vor zwei Wochen beim Spiel in Marburg war deutlich erkennbar, dass die Spielerinnen der beiden Vereine langsam zueinander finden. Im Hinrundenspiel wurde ein ums andere Mal zu leichtfertig der direkte Weg auf unser Tor freigelassen. Drei inzwischen sehr starke Verteidigerinnen standen aber diesmal das ganze Spiel über für die Moverines Barrikade, agierten als gut eingespielte Einheit und erschwerten es den Paderbornerinnen, im Fastbreak Tore zu erzielen. Was hinten gut lief, war im Angriff allerdings trotzdem noch Mangelware: das Zusammenspiel funktionierte nur teilweise. Die Angreiferinnen der Moverines zeigten zu wenig Kreativität und können einander noch nicht wortlos verstehen. Ein Tor-Debut feierten wir unter anderem, als Madeleine sich ehrgeizig einen guten Torschuss erspielte und traf! Mit einem 4:3 Rückstand ging es in die Halbzeitpause.

Trotz der Absprachenprobleme und der gelegentlichen Einfallslosigkeit im Angriff konnte der Spielstand in der 2. Hälfte plötzlich drastisch verändert werden. Franzi kam anscheinend besonders siegeshungrig aus der Halbzeitpause auf das Feld zurück. Durch Einzelaktionen erkämpfte sie sich 4 aufeinanderfolgende Tore und damit die Führung mit einem guten Torvorsprung für die Moverines. Die Defense verhinderte nach wie vor die direkten Torschüsse nach der Transition. Doch die Paderbornerinnen spielten schlau zusammen und trafen in der zweiten Halbzeit insgesamt noch 5 mal – vier der Tore waren assisted! Nach 56 Minuten hatten alle Spielerinnen auf dem Feld wohl ein Déjà-vu vom Hinrundenspiel: es stand 9:9. Die Anspannung stand allen ins Gesicht geschrieben. In der 58. Minute schoss Anna Weglage dann nach Assist von Verteidigerin Nora Teepe den Führungstreffer und damit das Tor zum Endstand von 9:10 für die Moverines!

Damit steht die Spielgemeinschaft nun nach wie vor auf dem 3. Platz in der Tabelle der 2. Bundesliga West. Ein Relegationsplatz ist daher für die SG nicht in Aussicht. Um zumindest auf Seiten der Münsteranerinnen weiterhin neue Spielerinnen an den Ligabetrieb heranzuführen, sind Aufstiegsambitionen ohnehin nicht vorhanden und ein Verbleib in der 2. Bundesliga West mit insgesamt guten Ergebnissen erfüllt alle Erwartungen. Zudem gibt es nach jedem Spiel neue Schwerpunkte für das Training – so werden in den kommenden Wochen vor den letzten Ligaspielen gegen Aachen, die SG Bochum/Duisburg/Essen und gegen die SG Bonn/Köln B einfache Offensiv-Spielzüge auf der Agenda stehen.

Sticks up!

Go Moverines!!